Stubenunreiner Kater

Am 26.9.2008 lerne ich bei einem Hausbesuch den schwarzen Kater Chouchou, seine Besitzerin und die beiden weiteren Katzen kennen. Chouchou markiert seit eineinhalb Jahren mehrmals täglich an verschiedensten Stellen in der ganzen Wohnung. Weiter...

 

 

Nachdem er damit begonnen hatte, wurde er sofort kastriert, das war im März 2007 und er war damals sieben Monate alt. Das hat aber nichts geändert. Besonders schlimm ist es, wenn die Besitzerin verreist ist, was aus beruflichen Gründen recht häufig vorkommt. Die Katzen werden dann von einer Bekannten betreut, aber Chouchou macht täglich riesige Lacken vor die Eingangstüre. Diese großen Lacken gibt es auch immer dann, wenn die Terrassentüre verschlossen ist, denn am liebsten ist er im Freien. Er hat auch schon über längere Zeit Psychopharmaka bekommen, aber ohne jeglichen Erfolg.

Während der Anamnese bekomme ich ihn überhaupt nicht zu Gesicht, denn er hat sich unter dem Bett verschanzt und sein Frauchen muss ihn zum Schluss mit sanfter Gewalt von dort hervorholen. Auch in der Nacht liegt er meist unter dem Bett. Offensichtlich hat er ein Problem mit dem zweiten Kater, der zwar nicht böse zu ihm ist, aber er ist sehr selbstbewusst und das alleine scheint für Chouchou zu genügen, sich zurückzuziehen.

Chouchou hat eine extrem hohe Stimme und jammert viel, wenn kein Besuch da ist. Vor Besuchern flüchtet er prinzipiell und geht auch nur zur Besitzerin auf den Schoß, wenn die anderen Katzen nicht in Sichtweite sind.

Beim Fressen ist er sehr wählerisch und der Appetit wechselt. Er ist noch nie böse geworden, aber die Besitzerin kann ihn nicht mit dem Auto zum Tierarzt transportieren, weil er sich so aufregt, dass sie fürchtet, er könnte kollabieren. Beim Autofahren setzt er auch Kot und Harn im Transportkorb ab.

Krankheiten hatte er bis auf eine Bindehautentzündung bisher keine.

Er wurde von der Besitzerin mit acht Wochen von einer Dame übernommen, die ihn und seine Geschwister im Alter von ca. 2 Wochen in einer Kiste gefunden hat und die kleinen Kätzchen mit der Flasche aufzog.

Bei der klinischen Untersuchung wird Chouchou aus Angst so hysterisch, dass seine Besitzerin völlig zerkratzt wird. Er wird sonst niemals böse, ist eigentlich immer nett, aber die Panik ist ihm deutlich anzusehen.

Chouchou bekommt seine Arznei einmal täglich verabreicht.

 

Follow up:

Am 20.10.2008 erhalte ich ein begeistertes Mail. Die Besitzerin war gerade 8 Tage im Ausland und Chouchou hat kein einziges Lackerl an unerlaubten Stellen gemacht.

In der weiteren Folge findet die Besitzerin etwa einmal im Jahr ein Lackerl, dann bekommt Chouchou seine Arznei und ist wieder viele Monate lang völlig entspannt und sauber.

Ich sehe Choucho ein Jahr später zum Impftermin und bin ganz überrascht. Er kommt sofort zu mir, miaut mich an und untersucht meine Tasche. Er schläft mittlerweile im Bett bei seiner Besitzerin und flüchtet auch nicht vor den anderen Katzen.

Tierarztpraxis Kitzweger

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