Angst und Durchfall

Jamie wird mir im Alter von neun Monaten  am 20. September 2013 zur homöopathischen Anamnese vorgestellt.

Er leidet seit vier Monaten an chronischem Durchfall, der teilweise auch immer wieder blutig ist. Jamie ist völlig abgemagert und ein Häufchen Elend. Begonnen hatte alles nach einer Beinverletzung. Er musste mit fünf Monaten wegen eines Bruchs einige Verbandwechsel über sich ergehen lassen. Das war für Jamie sicher sehr belastend, denn seither war er extrem misstrauisch Fremden gegenüber, extrem ängstlich, unsicher und konnte sich von dem Durchfall trotz einiger Therapieversuche seit immerhin vier Monaten einfach nicht erholen. Weiter...

Die behandelnde Tierärztin hatte im Juli eine bakteriologische Kotuntersuchung durchgeführt und gegen die gefundenen  E.coli-Keime und Clostridium perfringens ein Antibiotikum und andere Medikamente gegeben. Der Durchfall war aber nur für einige Tage besser.

Mittlerweile war Jamies Frauchen schon ziemlich besorgt, weil ihr kleiner Liebling ständig Gewicht verlor statt zuzunehmen und weil keine Therapie Erfolg brachte.

In der Homöopathie wird jedes Problem ganzheitlich betrachtet. Die Bakterien, die bei der Kotuntersuchung gefunden wurden, sind für einen Homöopathen fast nie der Auslöser für eine Erkrankung – sondern umgekehrt, nur ein geschwächter Organismus macht es möglich, dass sich „krankmachende“ Bakterien vermehren und überhand nehmen können.

In diesem Fall war ganz offensichtlich, dass der Stress nach dem Beinbruch Jamies Gleichgewicht so aus dem Lot gebracht hatte, dass er alleine nicht mehr damit fertig werden konnte.

Viel auffallender als der Durchfall war für mich aber das extrem ängstliche und misstrauische Verhalten von Jamie. Er kam zwar immer wieder bis auf Armlänge zu mir her, hauptsächlich, weil er extrem neugierig und permanent hungrig war, sobald ich mich aber nur einen Millimeter bewegte oder ihn nur ansah, flüchtete er, wild bellend, im „Retourgang“ bis zur Ordinationstüre. Ein richtig armer verängstigter kleiner Kerl!

Jamie erhielt ab 20.9. ausschließlich seine homöopathische Arznei in einer Q-Potenz, täglich verabreicht.

Nach einem Monat hat sich Jamie schon völlig verändert. Der Durchfall ist gut und sein Verhalten lässt glauben, dass man es mit einem anderen Hund zu tun hätte. Zwar ist er noch immer mager, aber er nimmt Leckerli und lässt sich ganz entspannt untersuchen.

 

 

 

 

 

Anlässlich einer kleinen Biss-Verletzung sehe ich Jamie Anfang Dezember wieder. Der Durchfall war nach der Arznei rasch gut und das kleine verhungerte Würmchen hat sich mittlerweile zu einem wunderschönen kerngesunden Pinscher mit  über 6 kg entwickelt. Er zeigt auch wieder ein völlig normales Verhalten und muss nicht jeden Hund auf der Straße verbellen.    

 

 

 

Tierarztpraxis Kitzweger

Klassische Homöopathie

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